Fortgeschrittene mit Wissenschaftsjournalismus-Erfahrung

Datenjournalismus für Wissenschaftsthemen

Datenjournalismus für Wissenschaftsthemen

Viele spannende Geschichten stecken in Datensätzen, die niemand richtig anschaut. Klimadaten, Gesundheitsstatistiken, Forschungsbudgets – die Zahlen sind oft öffentlich verfügbar, aber schwer zugänglich.

Dieser Kurs richtet sich an Journalisten, die bereits wissenschaftliche Themen bearbeiten und jetzt tiefer in Daten einsteigen wollen. Wir arbeiten mit R und Python, aber Sie müssen kein Programmierer sein. Die Grundlagen reichen, um Datensätze zu bereinigen, zu analysieren und sinnvoll darzustellen.

Was Sie konkret lernen

Sie bekommen einen Datensatz mit Forschungsförderung der letzten zehn Jahre. Aufgabe: Finden Sie die Geschichte darin. Wer bekommt wieviel Geld? Welche Themen werden vernachlässigt? Gibt es regionale Unterschiede? Das machen wir Schritt für Schritt durch: Daten laden, Fehler finden, bereinigen, aggregieren, visualisieren.

Ein anderes Projekt dreht sich um Klimadaten. Wir nutzen öffentliche Wetterstationen und zeigen, wie sich Durchschnittstemperaturen in Ihrer Region entwickelt haben. Klingt simpel, aber die Tücken stecken im Detail: fehlende Messwerte, Stationswechsel, saisonale Anpassungen.

Tools, die wir verwenden:
R für statistische Analysen, Python mit Pandas für Datenverarbeitung, Datawrapper und Flourish für Visualisierungen, QGIS für geografische Daten

Sie lernen auch, wie Sie Unsicherheiten darstellen. Fehlerbalken, Konfidenzintervalle, Unsicherheitsbereiche – das sind keine optionalen Details, sondern gehören zu seriösem Datenjournalismus dazu.

Am Ende haben Sie ein Portfolio mit drei datengetriebenen Geschichten, die Sie vorweisen können.

Programm und Ablauf

Teil 1: Datenanalyse-Grundlagen

  • R und Python-Basics für Nicht-Programmierer
  • Datensätze finden und bewerten
  • Datenbereinigung und -validierung
  • Statistische Tests für Journalisten

Teil 2: Wissenschaftliche Daten verstehen

  • Klimadaten richtig interpretieren
  • Gesundheitsstatistiken analysieren
  • Forschungsdatenbanken auswerten
  • Umgang mit großen Datensätzen

Teil 3: Visualisierung und Storytelling

  • Diagrammtypen und ihre Fallstricke
  • Interaktive Visualisierungen erstellen
  • Unsicherheiten darstellen
  • Barrierefreie Datenvisualisierung
Drei umfangreiche Praxisprojekte mit echten Datensätzen
Technische Voraussetzungen

Laptop mit min. 8GB RAM, Grundkenntnisse in Excel/Google Sheets, Bereitschaft, neue Software zu lernen

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